Allgemeine Klassifizierung der Missbräuche der Genetik
Anwendung der Genetik in krimineller Absicht Fehlfunktionen spezifischer Systeme des
menschlichen Körpers zu verursachen wird klassifiziert nach:
1) Schwere des Eingriffs
1a) Tod des Individuums
1b) Verursachung einer Krankheit
1c) Veränderung im Niveau einer physiologischen Kapazität
1d) Veränderung in Wachstum und Differenzierung einer physiologischen Kapazität
2) Ziel des Eingriffs
3) Betroffene genetische und bio-chemische Prozesse
3a) DNA Mutation
3b) DNA Rekombination
3c) DNA Hybridisation
4) Genom eingreifende Agenzien und Toxine
5) Einsatzwege
5a) Transport zum Ziel
5b) Übertragung von genetischem Material in Zelle und Zellkern
5c) Einfügung von genetischem Material in das Genom
6) Einsatzbreite
6a) Masseneinsätze
6b) Populationsgenetik
7) Missbrauchte wissenschaftliche Disziplinen
1) Genetische Einschnitte wirken sich zuerst in Ungleichgewicht, Beeinträchtigung, Krank-
heit, Behinderung oder Tod auf die Anatomie und Physiologie eines Organismus aus und
verschieben das allgemeine Gesundheitsniveau. Betroffen ist ein elementares Merkmal, wo
der Phänotyp mit einer bestimmten morphologischen oder funktionalen Eigenschaft auf
einen bestimmten, erblich übertragenen Genotyp zurückgeführt werden kann und das Gen
oder die Gengruppe als funktionaler Träger mit dem Proteinsyntheseweg identifiziert sind.
Missbräuche genetischer Manipulationen, ein Arsenal von Wirkungsweisen, verursachen:
1a) Tod des Individuums durch Ausschaltung einer lebenswichtigen Funktion oder durch eine
morphologische Missbildung via eines Lethalfaktors (Lethaldefekts), gegliedert nach Durch-
dringungsgrad und –breite, Phasenaktivität, Genlocus, Genwirkungsweg, Grad der Domi-
nanz, Synergismus, innere und äußere Einflüsse, - das auch eine natürliche Todesursache
vortäuschen kann.
1b) Krankheit oder Invalidität durch meistens zeitweise, örtliche, graduelle, genetische Mani-
pulation einer physiologischen, oft neurologischen Funktion, gegliedert wie Lethalfaktoren,
die zu Destabilisierung, Fehlfunktion, Kontrolllosigkeit oder tumorhaftem Wachstum führen, -
und auch eine allgemein auftretende Krankheit vortäuschen kann.
1c) Veränderung im Niveau einer physiologischen, oft neurologischen Kapazität durch Modu-
lation eines genetischen Prozesses in Verstärkung oder Verminderung der Genexpressivität
oder Beschleunigung oder Verlangsamung von Entwicklungsprozessen.
1d) Veränderung in Wachstum und Differenzierung einer physiologischen, oft neurologischen
Kapazität zur Vorausbestimmung des psychologischen Profils (Verhaltensgenetik) über
genetische Eingriffe in Keimzellen und Embryonen durch: Manipulation einer Zellgruppe, die
sich auf einen ganzen Zelltypus auswirkt; Einfügung einer wirtsfremden DNA Sequenz, um
ein neues Merkmal im Phänotyp auszuprägen; Manipulation der Homöobox, die den
Phasenablauf der Ontogenese bestimmt.
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2) Ziel des Eingriffs beim Menschen kann jeder örtlicher Zellenbereich, morphologische
Form, anatomische Struktur, physiologische, bio-mechanische oder psychologische Funktion,
Entwicklungsprozess, in Breite selektiv oder allgemein, teilweise oder vollständig, zeitlich
begrenzt oder andauernd, oder die Luft oder jede Nahrungsquelle aus der Umgebung sein.
3) Betroffene genetische und bio-chemische Prozesse
3a) Mutation induziert eine strukturelle Veränderung im Genotyp eines Organismus, die zu
einer Veränderung im Phänotyp führt. Das Mutationsspektrum umfasst Veränderungen in
der Zahl der Chromosomen (Genommutation), Veränderungen in der Zusammensetzung
eines Chromosoms (Chromosomenmutation) und Veränderungen in der Region eines ein-
zelnen Gens (Genmutation).
Unterschieden werden haploide, einexemplarische, vollständigen Chromosomensätze mit
n=1, diploide, doppelte, vollständige, homologe Sätze mit n=2 und polyploide, mehrfache,
vollständige, sich entsprechende Sätze mit n > 2.
Resultierende Strukturen der Genommutation sind ploid-mutante Zellen mit einem an-
euploiden Chromosomensatz, hyperploid mit einem oder mehreren Chromosomen zu viel
oder hypoploid mit einem oder mehreren zu wenig. Autoploide Chromosomensätze sind
arttypisch, alloploide Sätze sind nicht mehr arttypisch.
Mutationen, ihre Vererbung durch mutagene Keimzellen und genetische Variabilität sind
grundlegende Antriebskräfte der Evolution, die neue Arten hervorbringen. Sie entstehen
zufällig oder durch Einwirkung von chemischen Verbindungen oder durch physische Mittel
wie Strahlung oder durch bio-technologische Eingriffe. Der Mechanismus kann eine Reaktion
zwischen DNA und einem Mutagen sein, ein Fehler in der DNA Replikation oder Rekom-
bination, ein Fehler in der Transkription oder Translation oder Einfügung einer mutagen
veränderten DNA Sequenz.
Missbräuche:
Eine induzierte Ploid-Mutation, ein Lethaldefekt, ist eine fast ausnahmslos tödlich verlau-
fende Mutation wegen abweichendem, funktionsunfähigem Zellwachstum, das zu Zelltod,
Tod des Organismus oder Fehlgeburt führt.
Eine Chromosomenmutation mit einer Veränderung in der Anordnung der Gene zwischen
zwei oder innerhalb eines Chromosomens durch Einfügung, Verlust oder Umstellung einer
Region ist eine bio-chemische Mutation, die zu einem Replikationsfehler führt mit Verlust
eines Merkmals aus dem Phänotyp oder zu einem Transkriptions- oder Translationsfehler mit
Wachstumsstörung wie örtliche Tumorentwicklung.
Eine Genmutation, eine Veränderung in der Basensequenz, eine Struktur oder Regulation
ändernde, verstärkende oder abschwächende, vorwärts oder rückwärts gerichtete, einfache
oder komplementierende (synonyme), auswirkende oder konditionale, manchmal punkt-
hafte, auch unsinnige (neutrale) Mutation, kann die Funktion des Gens aufheben; zusätzlich
größere Umstellungen auslösen; den Wirkungsgrad der Genexpressivität (Genpenetranz),
das Maß der Merkmalsausbildung in Wachstum, Differenzierung und vollständiger Entwick-
lung einer Funktion, verändern.
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3b) DNA Rekombinationstechnologie umfasst alle physikalischen, bio-chemischen und gene-
tischen Prozesse (Rekombinationssystem), die durch außerhalb der Natur gefundenen Ab-
läufen zu einer neuen Genkombination führen bei Weg der Einfügung, des Ausschnittes oder
der Veränderung eine DNA Sequenz in einem Chromosomen. Eine kleine Menge mani-
pulierter oder fremder DNA im Genom, die meistens die relative Menge der DNA in der
Wirtszelle verändert, ist aktiv in der Genexpression, wird in Keimzellen an nachfolgende
Generationen weitergegeben und überschreitet in der Natur lebende Arten (Chimära).
Die Einfügung eines wirtsfremden DNA Segments (Transfektion) verwendet bestehendes ge-
netische Material oder synthetisierte Aminosäureketten. Die Bausteine werden in vitro her-
gestellt durch: Neukombination oder De-novo oder Halbstrangsynthese der DNA Sequenz
mit erwünschten Eigenschaften; Konstruktion eines Vektorsystems (Replikon) zur Steuerung
der Genexpression und als Träger der Fremd DNA zur Einschmelzung in das Gastgenom;
Liegierung, Einbindung der Passenger DNA Sequenz in das Vektorsystem (Transformation).
Jeder der Schritte erfordert Techniken der Lokalisierung, Isolierung durch Spaltung und
Trennung, Charakterisierung, Kultivierung, Auslese, Kontrolle. Als Träger wird wie bei trans-
ponierbaren, mutanten Elementen oft ein bakteriales oder virales Vektorsystem verwendet,
das mit effizienter Einspleißrate in eine Restriktionsstelle des Wirtsgenoms eingeschmolzen
werden kann. Wichtigste wirtschaftliche Anwendung ist die in vivo Genmanipulation eines
Gens oder einer Genkombination (Amplicons) zur Produktion eines Proteins mit einem
speziellen qualitativen Merkmal.
Genexpression: Genausprägung wird hauptsächlich über die Transkriptions- und Transla-
tionsraten reguliert (Modulation), die auch auf äußere Einflüsse wie Strahlung, Licht, Wärme,
Hormone und Virusinfektionen ansprechen. Beide Raten werden in erster Linie durch die
Initiationsrate als geschwindigkeitsbestimmenden Schritt begrenzt mit Hilfe regulativer,
zellspezifischer Gene in erforderlicher Zahl und Zeit und in Abstimmung mit dem Meta-
bolismus in Produktkonzentrationen, Mischverhältnisse, Transport und Folgeregulierung der
Proteinsyntheserate.
In der Elongation der mRNA Synthese von einem DNA Strang, dem Sinnstrang, hängt die
Transkriptionseffizienz ab von: dem Vektorsystem, funktionsspezifischen Enzymen wie
Promotoren, Verstärkern, Hemmstoffen, Antihemmstoffen, Stabilisatoren, Terminatoren in
geeigneten Konzentrationen, räumlicher Anordnung und Transportwegen; der Feinstruktur
der chromosomalen Basenorientierung in Zugang, Bindung, Strangfreilegung und Faltung.
Nach mRNA Synthese und Transport zum Zytoplasma wird das neue Protein von der Matrize
durch Additionspolymerisation gewonnen. In der Elongation beruht die Translationseffizienz
auf ribosomalen Bindungsstellen, tRNA, CIP, ATP Konzentrationen und auf regulierenden,
funktionsspezifischen Enzymen. Danach folgt die Faltung des Proteins mit jeder Basen-
synthese, von Enzymen reguliert, die beschleunigende oder hemmende Strukturen heraus-
bilden und mit Endgruppenmodifikationen das Protein auf Transportweg, Funktion, Wir-
kungsgrad, Stabilität, Löslichkeit und Membranverankerung festlegen.
Missbräuche:
In vitro manipulierte DNA Gastsequenzen können Elemente enthalten, um Genomstrukturen
und genetisch kontrollierte Prozesse in ihrem ganzen Spektrum zu manipulieren: jeden
Parameter der Genexpression, die Verstärkung, Hemmung, Destabilisation, Fehlfunktion,
Schadstoffproduktion, Zelltod, Ausschaltung einer Funktion verursachen; jede Phase der
meiotischen und mitotischen Zellteilung, durch die ungleiche Chromosomenanordnung und
-verteilung, Chromosomendeformation und –fragmentation, Phasenabbruch, Fehlfunktion
der Zelle und Zelllinie, Zelltod, Sterilität, malignes, tumorhaftes Wachstum herbeigeführt
werden; jeden regulativen Prozess der Ontogenese, die überwiegend durch die Homöobox
kontrolliert werden und Abweichungen in der Entwicklung in Ort, Zeit und Rate bestimmen
mit Deformation und Missbildung der Zellmorphologie, Veränderung in Wachstum und
Ausbildung einer Funktion, das weiter Beeinträchtigung der Kapazität, Fehlfunktion des
Zelltyps, unkontrolliertes Wachstum und Tod des Organismus nach sich ziehen.
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3c) Hybridisation umfasst alle Prozesse der Zellverschmelzung mit und ohne weiterer Zell-
kernvereinigung von somatischen und Keimzellen und von genetisch nah und fern ver-
wandten (Transgenese, Chimära) Arten. In sexueller Fortpflanzung bei höheren Tieren im
Geschlechtszyklus von Meiose und Karyogamie unterscheiden sich die Keimzellen eines
Organismus voneinander in der Zusammensetzung des genetischen Materials, gegenüber
der der Parentalgeneration (Gametogamie) und männliche und weibliche auch in Größe,
Form und Beweglichkeit (Heterogameten).
Gametogenese: Bei allen höheren Pflanzen und Tieren reifen die Gameten über die Meiose
heran, bei Tieren in der Form primordialer Keimzellen in den Gonaden, den männlichen
(Hoden) und weiblichen (Eierstock) Geschlechtsorganen. Sie entwickeln sich über mehrere
Phasen von Spermatogonien zu Spermatozyten zu Spermatiden zu Spermatozoa (männlich)
oder von Oogonia zu Oozyten zu Ootiden zu Ova (weiblich), den reifen Keimzellen. Durch
zwei meiotische Teilungen (M I + II) mit Rekombination und zufälliger Verteilung der Chro-
mosomenpaare , die eine Neuverteilung des Genoms erreichen, reifen von einer primordi-
alen Zelle vier Keimzellen mit haploidem Chromosomensatz heran, von den weiblichen aber
drei degenerieren.
Meiose I: Die erste meiotische Teilung läuft über 9 Phasen von Leptotän, Zygotän, Pachytän,
Diplotän, Diakinese, Prometaphase I, Metaphase I, Anaphase I, Telophase I, Interkinese
(Zwischenphase). Eine intra- und interchromosomale Rekombination findet vom Zygotän
zum Diplotän statt. Die 23 homologen Chromosomenpaare (A,B) ordnen sich über ihre
Länge parallel an: 1a-1b, 2a-2b, ... 23a-23b. Verbunden über Kontaktpunkte bilden sie
einen synaptischen Komplex mit offenen, viersträngigen DNA Fäden, der ein crossing-over
(chiasma) erlaubt, einen freien, gegenseitigen Austausch von DNA Segmenten, Genkombi-
nationen oder einzelnen Allelen durch Strangbruch, Rekombination und Strangreparatur.
Eine zufällige Verteilung der Chromosomenpaare läuft von Prophase I bis Anaphase I ab. Die
Hälften des diploiden Satzes in der Äquatorialebene werden von einem Spindelapparat zu
entgegengesetzten Polen des Kerns gezogen mit dem Ergebnis zum Beispiel: C: 1a, 2b, 3b,
... 23a und D: 1b, 2a, 3a, … 23b.
Meiose II: Die zwei Kerne mit haploiden Chromosomensätzen werden über kurze Gap (G1) –
Synthese (S) – Gap (G2) Stadien einmal zu diploiden Sätzen repliziert und zu einer zweiten
meiotischen Teilung, einer Mitose, geführt, die über 5 Stadien von Prophase II, Prometa-
phase II, Metaphase II, Anaphase II, Telophase II geht. Während Metaphase II und Ana-
phase II ordnen sich die Schwesterchromosomen auf der Äquatorialebene des Kerns an und
werden wie in der Meiose I getrennt. Die zwei mitotischen Tochterzellen verharren mit einem
haploiden Chromosomensatz. Nach der Teilung des Zytoplasmas sind insgesamt aus einer
primordialen Keimzelle durch M I + II zwei genetisch verschiedene und zwei sich entsprech-
ende Gameten (C, C', D, D') hervorgegangen.
Manipulation von Stammzellen: Mutante und rekombinierte DNA Sequenzen werden in Keim-
zellen, Zygoten und Embryos in den frühen Zellstadien (Genetik mit Leihmutterschaft) ein-
geschleust: in eine Zellgruppe zur Manipulation einer ganzen Zelllinie; in die Homöobox zur
Manipulation einer DNA Sequenz und Zelllinie mit Einfluss auf die nachfolgenden Stadien der
Ontogenese; technisch zur Erleichterung, eine geringe Menge wirtsfremder DNA Stränge
wirkt sich auf eine Zelllinie gleichmäßig, anhaltend stabil aus, im Erbgang übertragend und
über kurze Entwicklungszeitspannen.
Missbräuche:
Meiotische Giftstoffe können in der Rekombination und während der Zellteilung verursachen:
teilweise oder vollständige Fehlanordnung und –verteilung von Chromosomensträngen,
Chromosomendeformation und –fragmentation, Zytoplasmadeformation, Phasenabbruch,
Zelltod, Sterilität. Mitotische Giftstoffe wirken sich ähnlich wie meiotische aus, sie be-
einträchtigen: Chromosomenanordnung, –verteilung und -form, Zellteilungsprozesse,
Morphologie des Zellkerns, des Zytoplasmas und in Folge Zellfunktionen mit Phasenabbruch,
Zelltod, Sterilität. Neben Giftstoffen verursachen Wärme, Strahlung, eingesetzte, funk-
tionsändernde DNA Stränge vergleichbare Wirkungen, die alle mit Eingriff auf regulierende
Prozesse zu tumorhaftem Wachstum und Tod des Organismus führen können.
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4) Genom eingreifende Toxine werden mit kritischer Dosis, Nachweisen und Gegenmitteln
klassifiziert nach 4a) Physische Mittel, 4b) Chemische Mittel, 4c) Quellen, 4d) Wirkungen:
4a1) mechanisch, 4a2) thermodynamisch, 4a3) elektromagnetisch, 4a4) radioaktiv
4b1) chemisch, 4b1,1) organisch, 4b1,2) anorganisch oder 4b2) bio-chemisch
4c1) Tier, 4c2) Pflanze, 4c3) Synthetisch gewonnen
4d) Wirkungen (ohne weiteren Angaben)
5) Einsatzwege
5a) Einsatzmethoden: Genom verändernde DNA Sequenzen, ummantelt von geeignetem ge-
netischem Material, wie auch Genom angreifende Toxine werden zum Transport und Einsatz
meistens in winzige Gelatinehäute gepresst. Als 'Giftkugeln', mikroskopisch kleine, toxische
Perlen, werden sie wie ebenso kleine Abhör- und Videogeräte und bio-chemisch-elek-
tronische Sensoren in Millionenstückzahl im Mikrochip-Präzisionsverfahren hergestellt. Als
Depotgiftkugeln mit einer eigenen Reichweite um die 10 Meter versprühen sie mehrere Male
aus winzigen, kurzhaarförmigen Luftdruckpistolen. Platziert von einem Agenten auf einen
geeigneten Träger, zum Beispiel eine unbeteiligte Person oder jedweden Gegenstand des
täglichen Lebens oder in ein Wasserreservoir oder jedwede Stufe der Nahrungskette oder
auch auf eine im Weltraum in Umlaufbahn stationierte, gleitende, fliegende Drohne, werden
sie elektronisch gesteuert in die Nähe oder in den Körper des Opfers gebracht und dann ein-
geschossen. Sie werden eingesetzt gezielt und zufällig, einzeln und massenweise, in ge-
schlossenen und offenen Medien, begrenzt und epidemisch, lagernd und akut und elek-
tronisch durch ein zeitgesichertes, vorprogrammiertes Kennsignal oder Geräusch oder
Stimme oder im Körper Toxinkonzentration oder physiologischen Prozess erkennend frei-
gesetzt. Chemisch von hoher Reinheit verursachen Toxine von weniger als einem Milligramm
nachhaltige Gesundheitsschäden.
5b) Übertragung von genetischem Material: Das wirtsfremde, genetische Material, das die
Parameter des heterologen Genprodukts bestimmt, wird in die Zelle und den Zellkern über-
tragen durch: in vivo oder in vitro Konzentrationserhöhung in Form eines Präzipitats oder
geladenen Komplexes; in vitro Protoplastverbindung oder Lipofektion, das Verschmelzung
mit der Zellmembran erreicht; in vitro Lasereinbrennung oder Mikroinjektion, das die Zell-
wand öffnet; in vitro Elektroporation zur Porenbildung in einer Membran.
5c) Einfügung von genetischem Material: Einfügung (Transformation) eines fremden oder
eines mutanten oder eines rekombinierten DNA Moleküls oder einer synthetisierten DNA
Sequenz verläuft über unabhängige Replikation im Zellplasma oder über Einschmelzen in
den Gastchromosomen durch einen Wechsel (Transposition) des genetischen Materials von
einer Position zu einer anderen. Durch Trennung, Einfügung, Schnittreparatur wird ein Gast-
strang kovalent eingebunden. Ein transponierbares oder mobiles genetisches Element
(Transposon) kann in ein nicht homologes Wirtsgenom unabhängig von dessen Kombina-
tionsfähigkeit eingefügt wie getrennt oder umgestellt werden. Als solche indirekten Übertra-
gungsmittel dienen meistens bakteriale und virale 'Gen Taxis': Bakteriale, mobile genetische
Elemente sind zum Beispiel IS Elemente (insertion sequence), TN Elemente (transposon),
spleißbare Phagen; virale Elemente sind zum Beispiel klassische Transposons, Retroposons,
Alu-ähnliche Sequenzen; bei Säugern werden zum Beispiel Polyomaviren, Vacciniaviren und
Retroviren verwendet. Die Geneinspleißrate, gegeben durch die Zahl der Einspleißungen
wirtsfremder DNA Stränge in einen Wirtskern pro zugegebener Stränge pro Wirts DNA
Menge, hängt im Wesent-lichen ab von: Übertragungs- und Einspleißweg; Verwandtschafts-
grad des genetischen Materials der Gast- und Wirtsgenome; dem Vektorsystem; Länge des
einzufügenden Stranges; Zugang zur Einspleißstelle; Umgebungseinflüsse der Einspleiß-
stelle.
6) Einsatzbreite
6a) Masseneinsätze werden nach ihren Zielen, Planungen, Organisationsformen, Methoden,
Mitteln, Logistik, betroffenen Gruppen und tatsächlichen Wirkungen beschrieben. Sie sind
meistens gezielt und periodisch wiederholend auf eine oder mehrere Gruppen, Schichten
oder Bevölkerungen und auf einen oder mehrere Orte, Regionen oder Länder gerichtet.
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6b) Populationsgenetik beschreibt die genetische, demographische Struktur einer sich fort-
pflanzenden Population, ihren Allelotyp nach den Allelenraten des gemeinsamen Genreser-
voirs nach genetischer Zusammensetzung durch Zählung aller einzelnen, Merkmal bestim-
menden Gene an entsprechenden Chromosomenstellen im Genom jedes Individuums, wie
auch die dynamischen Kräfte (Origin of Species, 1859, Charles Darwin), die die genetische
Struktur der Population bestimmen und aus der Theorie vorausberechnen lassen.
Alle geschlossenen, gleichmäßig verbreiteten, autogamen Populationen, die sich durch Pan-
mixie fortpflanzen (Mendelsche Population), weisen genetische Variabilität auf, die zu Varia-
bilität von Phänotypen in Morphologie, Physiologie und Verhalten führt, die nach den Erb-
gesetzen an nachfolgende Generationen weitergegeben werden. Im evolutionären Fortlauf
bilden sich aus genetischer Variabilität verschiedene Formen, Spezialisierungen von Funk-
tionen und Anpassungen an Umweltbedingungen heraus. Durch genetische Flexibilität und
natürliche Selektion überlebt ein Genotyp erfolgreicher innerhalb seiner eigenen oder in Kon-
kurrenz zu anderen Populationen oder unter knappem Nahrungsangebot oder unter
adversen Umweltbedingungen auf Grund seiner relativen Fitness, der durchschnittlichen
Überlebenswahrscheinlichkeit in Bezug auf ein Merkmal des Phänotyps wie normale Lebens-
erwartung, Fruchtbarkeit, Sexualverhalten, Körpergewicht, Stoffwechsel. Durch fortlaufende
Differenzierung eines Teils der Bevölkerung über geologische Zeitspannen, meistens nach
geographischer Trennung, bilden sich durch die Evolution neue Arten (intraspezifische
Evolution) und neue Gattungen (interspezifische Evolution) heraus.
Auf genetischer Ebene wird der Reichtum der Variabilität, wesentlich größer innerhalb einer
Bevölkerung als zwischen zwei Rassen, von allen Kräften der Evolution mit beeinflusst: der
Mutation; der Hybridisation (mit einer Rekombination) im Ablauf der sexuellen Fortpflan-
zung; der Vermischung zweier Populationen; der Migration, die Einfügung und Ausbreitung
eines Allels von einer anderen Population; dem Gendrift, eine zufällige Verschiebung des
Mittels einer Merkmalverteilung; der genetischen Korrelation, das Zusammenwirken und
Harmonisieren aller Faktoren, um genetischen Zusammenhalt zu bewahren; der Homeo-
stase, die Tendenz zur Bewahrung und Wiederherstellung eines dynamischen Gleichge-
wichts.
Quantitativ hängt damit die Änderungsrate der Allelenfrequenz fa- für ein Merkmal, bestimmt
durch das Allel a-, im Wesentlichen ab von: den Mutations- und Rekombinationsraten; der
durchschnittlichen Fitness im Verhältnis zur Gesamtfitness der eigenen und konkurrierender
Populationen, zum heterozygoten Allel a+ und zu alternativen Allelen b, c, ... ; der relativen
Verteilung des Allels a- im Verhältnis zu den entsprechenden Parametern; der Größe und
Richtung der Selektion mit Addition und Elimination von Allelen; dem Grad der Dominanz;
der Verteilungsbreite der genetischen Variabilität.
Missbräuche:
Kriminelle Perversion setzt die Populationsgenetik mit biotechnologischen, funktions-
spezifischen Genmanipulationen als rationales, 'wissenschaftliches' Werkzeug ein, um die
Allelenzusammensetzung einer Gruppe oder auch von Bevölkerungen zu modellieren. Die
Populationsgenetik dient als 'Grundlage' der vom Menschen gesteuerten 'Evolution'.
Geheimpolitische Ziele heute vorherrschender Mächte verfolgen mit genetischen Massen-
manipulationen hauptsächlich politische, militärische, wissenschaftliche, wirtschaftliche, so-
ziologische, medizinische und demographische Interessen. In systematisch verdeckten,
überwachten, wiederholend katalogisierenden und korrigierenden Eingriffen wird jede Person
des Zielbereiches genetischen Manipulationen unterzogen. Die Allelenverteilung im Genpool
der Zielgruppe wird auf eine skizzierte Struktur und Frequenz durch Einfügung erwünschter
und Änderung oder Elimination unerwünschter dominanter und rezessiver Allele zuge-
schnitten. Personen mit genodevianten, 'minderwertigen' Anlagen werden eliminiert.
7) Die Genetik als Grundlagenwissenschaft wird in allen ihren Zweigen missbraucht wie der
Humangenetik, Populationsgenetik, Pharmakogenetik, Verhaltensgenetik, Gentechnologie; in
den auf ihr aufbauenden Wissenschaften und Zweigen wie der Biologie, Zoologie, Biochemie,
Molekularbiologie, Biotechnologie; in den ihr verwandten Wissenschaften und deren Zweigen
wie der Chemie, Medizin, Neurologie, Pharmakologie, Toxikologie.
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